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Rostocker Volks- und Raiffeisenbank eG
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Fritz-Reuter-Plastik

 

Wenn einer kümmt un tau mi seggt, ick mak dat allen Minschen recht; Dann segg ick: „Leiwe Fründ mit Gunst, oh lihrens` mi doch des` swere Kunst.“

 

Mit solchen Versen schrieb sich der Namenspatron des Rostocker Stadtteils Reutershagen in die Herzen vieler Rostocker, Mecklenburger, Deutscher und Menschen in fernen Ländern, da seine niederdeutsche Dicht- und Schreibkunst nach seinem Tode ins Hochdeutsche bzw. in andere Sprachen übersetzt wurde.

Was sollte man noch über Fritz Reuter wissen?
Geboren wurde Fritz Reuter am 7. November 1810 in Stavenhagen, daher hört man auch oft den Ausdruck „Reuterstadt-Stavenhagen“, da man hier ganz besonders stolz auf seinen berühmten Sohn ist. Nach seinem Abitur nahm Reuter sein Studium der Rechte (Jura) in Rostock auf, welches er später in Jena fortsetzte. Als Mitglied der Burschenschaft „Germania“ wurde er 1833 nach dem legendären Hombacher Fest in Berlin verhaftet und drei Jahre später zum Tode verurteilt. Dieses Urteil wurde wenig später in dreißig Jahre Festungshaft umgewandelt. Im Jahre 1840 wird Fritz Reuter vorzeitig aus der Festung Dömnitz entlassen. Danach versuchte er sein Jurastudium in Heidelberg fortzusetzen und kehrte 1841 nach Mecklenburg zurück, wo er anfing sich seinen literarischen Werken zu widmen, in denen sehr starke Bezüge zu den sozialen Bewegungen des 19. Jahrhunderts erkennbar sind. Die Universität Rostock ehrte ihren ehemaligen Studenten im Jahre 1863 für seine Verdienste mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde. Bis zu seinem Tode am 12. Juli 1874 engagierte sich Fritz Reuter weiterhin intensiv in der Schaffung weiterer Werke.

Im Jahre 2002 bildete sich ein Arbeitskreis, dem u.a. die Rostocker Volks- und Raiffeisenbank angehörte, mit dem Ziel der Errichtung einer Fritz-Reuter-Plastik im Rostocker Stadtteil Reutershagen. Der Namensgeber des Stadtteils sollte damit für seine Verdienste, um die Kunst und Kultur der niederdeutschen Sprache geehrt werden.
Der Rostocker Künstler Thomas Jastram setzte sich im Rahmen einer Ausschreibung mit seinem Entwurf durch und wurde somit zum Erschaffer der Reuter-Plastik. An der Finanzierung des Projektes beteiligten sich viele hiesige Unternehmen mit großzügigen Spenden, wozu auch die Rostocker Volks- und Raiffeisenbank zu zählen ist sowie natürlich die vielen Spenden der Rostocker Bürger mit denen die Fritz-Reuter-Plastik so ein toller Erfolg wurde. Am 9. Juli 2004 wurde die Statue im Rahmen einer festlichen Veranstaltung enthüllt und an die Stadt Rostock übergeben. Seitdem erfreuen sich die Rostocker Bürger und Besucher der Stadt, ganz besonders jedoch die Bewohner Reutershagens an dem stolzen Abbild des von allen liebevoll genannten „Fritzings“.