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Rostocker Volks- und Raiffeisenbank eG
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Tycho Brahe

 

Wie verdient man sich eine goldene Nase…


 

Nachdem im Jahre 1995 erfolgreich das neue Denkmal zu Ehren des Afrikaforschers Paul Pogge neu erschaffen und im Rosengarten eingeweiht wurde, wendete sich die Rostocker Volks- und Raiffeisenbank eG 1996 einem neuen Kulturprojekt zu – dem Tycho Brahe-Denkmal.
Dieses wurde am 13. September 1996, sprich 3 Monate vor dem 450. Geburtstag Tycho Brahes, am „Glatten Aal“ enthüllt. Stadt- und Pressevertreter sowie die Rostocker Bürger waren zahlreich zu diesem Anlass erschienen und waren begeistert, da über der Tycho-Brahe-Plastik an der Südseite der Rostocker Volks- und Raiffeisenbank eG noch eine genauestens berechnete Sonnenuhr angebracht wurde. Diese verweist auf die wissenschaftlichen Errungenschaften des einstigen dänischen Astronoms und Rostocker Studentens.
Zu erwähnen sei an dieser Stelle auch, dass sogar in einer dänischen Zeitschrift über das Tycho-Brahe-Relief an der Fassade der Rostocker Volks- und Raiffeisenbank eG berichtet wurde und sich somit das internationale Interesse bestätigte.

Zur Geschichte Tycho Brahes:

Tycho Brahe, ein dänischer Edelmann wurde am 14. Dezember 1546 im dänischen Knutstrup geboren. An der Rostocker Universität studierte Brahe von 1566 bis 1568 Astronomie und Mathematik. Wenn einige von uns sagen, dass ihnen die Mathematik Schwierigkeiten bereitet, dann bestimmt nicht in der Weise, wie sie es im Falle Tycho Brahes tat. Er stritt sich nämlich mit einem anderen dänischen Edelmann darüber, wer wohl der bessere Mathematiker sei und wie es in diesen Zeiten üblich war, sollte ein Duell, welches Weihnachten 1566 ausgetragen wurde, die Entscheidung herbeiführen. Der bessere Duellant war Brahes Gegner, was Brahes aus einer Edelmetall-Legierung bestehende Nasenprothäse beweist, der bessere Mathematiker jedoch eindeutig Tycho Brahe. Seine außerordentlichen und weltbekannten Forschungsleistungen bei der Beobachtung des Sternenhimmels, fanden über 20 Jahre lang die Unterstützung des dänischen Königs und ließen Johannes Kepler (1571 – 1630), Schüler Tycho Brahes, daraus seine Gesetze zur Bewegung der Planeten, ableiten.
Nachdem Brahe durch seine schroffe Art und der Vernachlässigung seiner Aufgaben als Lehnsherr (die heute schwedische Insel Ven war ihm vom Dänenkönig Friedrich II. zu Forschungszwecken überlassen worden) bei Hofe in Ungnade gefallen war, folgte er mit seiner Familie dem Ruf des deutschen Kaisers Rudolf II. nach Prag. Dort forschte und arbeitete er noch zwei Jahre bis er am 24. Oktober 1610 starb.