Pflichtinformationen

Informationen nach § 15 der Versicherungsvermittlerverordnung

Versicherungen

Informationen nach § 15 der Versicherungsvermittlerverordnung

Rostocker Volks- und Raiffeisenbank eG
Buchbinderstraße 19
18055 Rostock

Tel.: 0381 - 49 67 - 0
Fax: 0381 - 49 67 - 414

E-Mail: posteingang@rostocker-vrbank.de

Frank Kretzschmann, Jan-Arne Hoffmann

Die Rostocker Volks- und Raiffeisenbank eG ist als gebundener Versicherungsvertreter nach
§ 34d Abs. 7 Satz 1 Nr. 1 GewO tätig.

Die Rostocker Volks- und Raiffeisenbank eG bietet im Zuge der Vermittlung eine Beratung gemäß den gesetzlichen Vorgaben an und erhält für die erfolgreiche Vermittlung eines Versicherungsvertrages eine Provision von der R+V. Die Provision ist in der von Ihnen an die R+V zu zahlenden Versicherungsprämie enthalten, weitere Vergütungen in Form einer Bonifikation, Zuschüssen oder geldwerten Sachleistungen sind möglich und ebenfalls mit der Versicherungsprämie abgegolten.

Angaben zum Versicherungsvermittler-Register:
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) e.V.
Breite Straße 29
10178 Berlin

Telefon: 0180 500585-0
(0,14 Euro pro Minute Festnetzpreis, Mobilfunkhöchstpreis 0,42 Euro pro Minute.)

www.vermittlerregister.info oder
www.vermittlerregister.org

Registernummer: D-92SJ-IOALV-83

Die Beratung erfolgt auf Basis der Produkte der R+V Versicherung AG (inkl. Töchter).

Anschrift Schlichtungsstellen:
Verein Versicherungsombudsmann e.V.
Postfach 08 06 32
10006 Berlin

Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung
Postfach 06 02 22
10052 Berlin

EU-Offenlegungsverordnung

Nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor
Im folgenden PDF-Dokument finden Sie detaillierte Informationen zum Umgang der Rostocker Volks- und Raiffeisenbank eG mit Nachhaltigkeitsrisiken und den wichtigsten nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren für Finanzprodukte gemäß EU-Offenlegungsverordnung.

Hinweis zu Artikel 5 der Verordnung (EU) 2017/1129 (EU-ProspektVO)

Wertpapiere

Erklärung gemäß Artikel 5 der Verordnung (EU) 2017/1129 (EU-ProspektVO)

Der Rostocker Volks- und Raiffeisenbank eG liegen für sämtliche von ihr gemäß Artikel 5 Absatz 1 Unterabsatz 2 EU-ProspektVO angebotenen Wertpapiere die erforderlichen Zustimmungen zur Prospektverwendung vor. Die Prospekte werden gemäß den Bedingungen verwendet, an die die Zustimmungen gebunden sind.

Kirchensteuer auf Abgeltungsteuer

Ab 01.01.2015 sind die Banken gesetzlich verpflichtet, die auch bisher fällige Kirchensteuer auf die Abgeltungssteuer automatisch an das Finanzamt abzuführen. Liegt ein ausreichender Freistellungsauftrag oder eine NV-Bescheinigung vor, wird keine Kirchensteuer abgeführt.

Das betrifft Sie nur, wenn Sie Mitglied einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft sind. Ansonsten besteht kein Handlungsbedarf.

Um den Kirchensteuerabzug vornehmen zu können, müssen wir beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) abfragen, ob Sie einer Religionsgemeinschaft angehören. Dies erfolgt jährlich zwischen dem 01. September und 31. Oktober. Die Auskunft erhalten wir verschlüsselt in Form eines Kirchensteuerabzugsmerkmals (KiStAM), sodass der Datenschutz gewahrt ist.

Ihr Vorteil:
Ihre Kirchensteuerpflicht auf Kapitalerträge ist abgegolten. Weitere Angaben in der Steuererklärung entfallen.

Wenn Sie nicht möchten, dass das BZSt Ihre Daten übermittelt, können Sie der Datenweitergabe bis zum 30. Juni eines Jahres gegenüber dem BZSt widersprechen. Ein einmal eingelegter Widerspruch gilt bis zu seinem Widerruf. Das BZSt meldet Ihren Widerspruch dem Finanzamt, das Sie dann zur Abgabe einer Steuererklärung bzgl. der Kirchensteuer auffordern wird.

Ihren Widerspruch richten Sie bitte direkt an das BZSt, An der Küppe 1, 53225 Bonn, Telefon 0228 406-1240. Das entsprechende Formular finden Sie unter www.formulare-bfinv.de unter dem Stichwort „Kirchensteuer“.

Rechtsgrundlagen für dieses Verfahren: § 51 a Abs. 2c, 2e Einkommensteuergesetz; Kirchensteuergesetze der Länder.

Beschwerdegrundsätze

Wir haben ein offenes Ohr für Ihre Anregungen, Ihre Fragen oder Ihre Kritik. Schildern Sie uns Ihr Anliegen, denn bei uns stehen Sie mit Ihren Zielen und Wünschen im Mittelpunkt. Ihre Zufriedenheit mit unserer Bank ist daher unser höchster Anspruch.

Möchten Sie dennoch eine Beschwerde an uns richten, stehen Ihnen hierzu folgende Kontaktwege zur Verfügung.

Ihr Kundenberater ist Ihr persönlicher Ansprechpartner zu allen Fragen und Beschwerden. Dieser wird Ihr Anliegen umgehend zur Klärung aufnehmen.

Sie können alternativ Ihr Anliegen auch per E-Mail, Post oder Telefon mitteilen.

  • E-Mail: kundenservice@rostocker-vrbank.de
  • Post: Rostocker Volks- und Raiffeisenbank eG,
    Postfach 102041, 18003 Rostock
  • Telefon: (0381) 49 67 222

Ebenfalls können Sie unser Kontaktformular auf unserer Internetseite nutzen.

Für eine zeitnahe und transparente Beantwortung Ihrer Beschwerde teilen Sie uns bitte eine genaue Beschreibung Ihres Anliegens mit. Nennen Sie uns ggf. das Produkt, die Serviceleistung oder den Zeitpunkt, auf den sich Ihre Beschwerde bezieht. Weiterhin benötigen wir Ihre Kontaktdaten (Name, Anschrift, Telefonnummer, ggf. E-Mail-Adresse).

Unsere Mitarbeiter aus dem Beschwerdemanagement werden sich nach dem Beschwerdeeingang unmittelbar mit Ihrem Anliegen auseinandersetzen. Ist eine sofortige Klärung nicht möglich oder sollte die voraussichtliche Bearbeitungsdauer länger dauern, werden wir Ihnen dieses schriftlich oder auch telefonisch mitteilen.

Nach Bearbeitung der Beschwerde werden wir Ihnen in einem Antwortschreiben das Ergebnis unserer Untersuchung mitteilen. Eine abschließende Antwort erhalten Sie im Regelfall innerhalb von drei Wochen. Es kann auch vorkommen, dass wir zur Klärung des Anliegens auch Dritte, wie zum Beispiel externe Dienstleister, einbeziehen müssen. Dieses verlängert unter Umständen den Bearbeitungsprozess. Hierüber werden wir Sie mit Zwischenbescheiden informieren. Das Ergebnis Ihrer Beschwerde besprechen wir selbstverständlich auch gern persönlich in einem Gespräch mit Ihnen.

Alternative Beschwerdewege:
Mitunter kann es vorkommen, dass wir keine zufriedenstellende Lösung für Sie finden. Sie können Ihr Anliegen auch an folgende Institutionen richten.

Ombudsmann:
Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken – BVR –
Schellingstraße 4
10785 Berlin
E-Mail: info@bvr.de

BaFin:
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Grauhreindorfer Straße 108
53117 Bonn
E-Mail: poststelle@bafin.de

Europäische Online-Plattform zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Unternehmern (OS-Plattform): Nach der EU-Verordnung Nr. 524/2013 über die Online-Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten ist für Verbraucher die Möglichkeit vorgesehen, Streitigkeiten mit Unternehmern im Zusammenhang mit Online-Kaufverträgen oder Online-Dienstleistungsverträgen außergerichtlich über eine Online-Plattform (OS-Plattform) beizulegen. Diese Plattform erreichen Sie über den Link: https://ec.europa.eu/consumers/odr

Das sollten Sie noch wissen:
Alle Beschwerden werden elektronisch registriert. Darüber hinaus werden Beschwerden von Privatkunden im Zusammenhang mit der Anlageberatung bei Wertpapierdienstleistungen der zuständigen Behörde, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, gemeldet.

Die Bearbeitung von Beschwerden ist für Sie kostenfrei.

Die vorliegenden Grundsätze werden in regelmäßigen Abständen überprüft und auf unserer Internetseite www.rostocker-vrbank.de veröffentlicht.

Beschwerdegrundsätze PDF

Zahlungskontengesetz (ZKG)

Informationen zur Entgelttransparenz nach den §§ 5 bis 19 Zahlungskontengesetz

Hier finden Sie folgende Angaben:

  • Vorvertragliche Entgeltinformationen gemäß §§ 5 bis 9 ZKG, 47 Absatz 2 ZKG
  • Glossar zu mit einem Zahlungskonto verbundenen Diensten
  • Bereitstellung der Vergleichskriterien gemäß § 17 Nrn. 2 und 3 ZKG für Betreiber einer Vergleichswebsite


Vorvertragliche Entgeltinformationen (§§ 5 bis 9 ZKG)
Gemäß § 14 Absatz 1 Nr. 1 in Verbindung mit § 14 Absatz 3 ZKG stellen wir Ihnen nachfolgend die vorvertraglichen Entgeltinformationen zur Verfügung.
- Vorvertragliche Entgeltinformationen (§§ 5 bis 9 ZKG) – VR-Konto Optimal (Bestandskunden)

- Vorvertragliche Entgeltinformationen (§§ 5 bis 9 ZKG) – VR-Konto Optimal+
- Vorvertragliche Entgeltinformationen (§§ 5 bis 9 ZKG) – Giro direkt
- Vorvertragliche Entgeltinformationen (§§ 5 bis 9 ZKG) – VR-Giro.direkt (Bestandskunden)
- Vorvertragliche Entgeltinformationen (§§ 5 bis 9 ZKG) – VR-PrimaGiro
- Vorvertragliche Entgeltinformationen (§§ 5 bis 9 ZKG) – VR-Studentenkonto
- Vorvertragliche Entgeltinformationen (§§ 5 bis 9 ZKG) – VR-Basiskonto (Bestandskunden)

- Vorvertragliche Entgeltinfomrationen (§§ 5 bis 9 ZKG) – VR-Basiskonto+

Glossar zu mit einem Zahlungskonto verbundenen Diensten
Gemäß § 14 Absatz 1 Nr. 5 ZKG in Verbindung mit § 14 Absatz 3 ZKG stellen wir Ihnen nachfolgend ein Glossar zur Verfügung, das die Funktionsweise bestimmter Zahlungsverkehrsdienstleistungen erklärt.
- Glossar zu mit einem Zahlungskonto verbundenen Diensten

Bereitstellung der Vergleichskriterien gemäß § 17 Nrn. 2 und 3 ZKG für Betreiber einer Vergleichswebsite
Gemäß § 17 Nr. 2 ZKG in Verbindung mit § 4 VglWebV sowie § 17 Nr. 3 ZKG in Verbindung mit § 5 VglWebV stellen wir für Betreiber einer Vergleichswebsite nachfolgend die Angaben zum Filialnetz sowie die Angaben zum Geldautomatennetz zur Verfügung.
- Vergleichskriterien Filialnetz und Geldautomatennetz

Kontenschnittstelle für Dritte Zahlungsdienstleister

Produktive Kontenschnittstelle für Dritte Zahlungsdienstleister
Das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) §§ 45, 48, 50 fordert von kontoführenden Zahlungsdienstleistern ab dem 14.09.2019 eine geregelte Zugriffsmöglichkeit (XS2A) für Drittkartenemittenten, Zahlungsauslösedienstleister und Kontoinformationsdienstleister nach PSD2 auf online zugängliche Zahlungskonten.

Die Umsetzung bei unserem Institut erfolgt auf Basis der Berlin Group NextGen Spezifikation über unseren technischen Dienstleister Fiducia & GAD IT AG. Ab dem 14.06.2019 ist eine produktive Nutzung der Schnittstelle im Echtbetrieb möglich.

Für bankfachliche Fragen stehen wir Ihnen in unserem Institut über posteingang@rostocker-vrbank.de zur Verfügung.

Weitere technische Details und Informationen zum Zugang auf die Schnittstelle stehen über unseren Dienstleister unter www.fiduciagad.de/xs2a-Drittanbieter-Schnittstelle zur Verfügung.

Production for the Dedicated Interface of Third Party Service Provider

According to Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) §§ 45, 48, 50 we, as an account servicing payment service provider, support a technical access interface (XS2A) to all online available payment accounts for payment service providers issuing card-based payment instruments, account information service providers and payment initiation service providers.

The technical implementation is done with Berlin Group specification version 1.2 by our technical service provider Fiducia & GAD IT AG. On 14th June 2019 it is possible to use the interface in a productional environment.

For question concerning accounts please contact posteingang@rostocker-vrbank.de.

For further information on technical details concerning our NextGen implementation and accesses to the XS2A interface please use www.fiduciagad.de/xs2a-Drittanbieter-Schnittstelle.

Sandbox-Test Kontenschnittstelle für Dritte Zahlungsdienstleister

Wir bieten in diesem Zusammenhang seit dem 14.03.2019 eine Schnittstelle für Tests an. Für die Anmeldung zu Tests und weiteren Informationen nutzen Sie bitte den nachfolgenden Link.

Informationen zur Berlin Group Spezifikation NextGen erhalten Sie ausschließlich über die Berlin Group Website und das NISP–Projekt.

Sandbox-Test Interface for Third Party Service Provider
In this context we offer an interface for sandbox testing beginning since the 14th March 2019. For registration to the test environment, more information about the implementation and for testing use the following link.

More general Information on the Berlin Group NextGen specification will be given only via the Berlin Group Website and the NISP–Project.

Steuerungsmöglichkeiten der Zu- u. Abflüsse durch Ausgabe und Rücknahme von Anteilen bei Investmentfonds

Möglichkeiten zur Steuerung der Zu- und Abflüsse durch Ausgabe und Rücknahme von Anteilen bei Investmentfonds (Liquiditätsmanagementtools)
Ziel des Einsatzes von Liquiditätsmanagementtools bei Investmentfonds ist es, dass
Investmentfonds besser auf verstärkte Ausgabe- oder Rückgabeverlangen oder besondere
Marktbedingungen reagieren können. Es sind insbesondere die folgenden Liquiditätsmanagementtools zu unterscheiden:

a) Rückgabefrist
Die Anlagebedingungen eines Fonds können vorsehen, dass die Rückgabe von Anteilen zwar
unwiderruflich erklärt werden muss, aber dennoch erst nach Ablauf einer Rückgabefrist erfolgt. Diese Rückgabefrist darf längstens einen Monat betragen. Bei Spezial-AIF kann eine längere Rückgabefrist vorgesehen werden.

Der Anleger muss die Rückgabe unwiderruflich erklären und kann während der Rückgabefrist
nicht mehr über die Anteile verfügen.

Infolgedessen müssen Anleger zunächst berücksichtigen, dass sie bei einer Rückgabe ihrer
Anteile am jeweiligen Fonds deren Gegenwert jedenfalls nicht unverzüglich ausbezahlt erhalten. Dies hat zur Folge, dass die Rückgabe möglicherweise nur zu einem Anteilwert erfolgt, der – unter Umständen deutlich – unterhalb desjenigen Wertes liegt, den die Anteile zu dem Zeitpunkt aufwiesen, als der Anleger seine Rückgabeerklärung abgegeben hat. Maßgeblich für die Bemessung ist der Wert der Fondsanteile zu dem Zeitpunkt, an dem die Rückgabe tatsächlich erfolgt (d. h. nach Ablauf der Rückgabefrist).

b) Möglichkeit einer Rücknahmebeschränkung
Die Anlagebedingungen eines Fonds können vorsehen, dass die jeweilige Kapitalverwaltungsgesellschaft die Rücknahme von Anteilen beschränken kann, wenn die
Rückgabeverlangen der Anleger einen bestimmten Schwellenwert übersteigen. Eine derartige Beschränkung der Rücknahme darf längstens für 15 Arbeitstage gelten. Die Rücknahme von Anteilen darf beschränkt werden, wenn die Vermögensgegenstände des Fonds andernfalls nicht mehr angemessen im Interesse der Gesamtheit der Anleger liquidiert werden können, um die Rückgabeverlangen der Anleger zu erfüllen. Über eine Beschränkung der Rücknahme von Anteilen sowie deren Aufhebung hat die jeweilige Kapitalverwaltungsgesellschaft unverzüglich auf ihrer Internetseite zu informieren.

Insofern müssen Anleger zunächst berücksichtigen, dass die Rücknahme ihrer Anteile am
jeweiligen Fonds möglicherweise nur teilweise erfolgt, Anleger ggf. also nicht alle Fondsanteile, die sie zurückgeben wollten, zum gewünschten Zeitpunkt zurückgeben können. Dies hat zur Folge, dass die Rücknahme möglicherweise nur zu einem Anteilwert erfolgt, der – unter Umständen deutlich – unterhalb desjenigen Wertes liegt, den die Anteile zu dem Zeitpunkt aufwiesen, als der Anleger seine Rückgabeorder aufgegeben hat.

Einzelheiten dazu, wie die Rücknahmebeschränkungen eingesetzt werden können und deren
Modalitäten sind, enthalten die Anlagebedingungen bzw. der Verkaufsprospekt des jeweiligen Fonds.

c) Möglichkeit des Swing Pricings
Die Anlagebedingungen eines Fonds können vorsehen, dass ein sogenanntes „Swing Pricing“
erfolgen kann. Beim Swing Pricing werden die – durch den Überschuss an Rückgabe- oder Ausgabeverlangen verursachten – Transaktionskosten bei der Berechnung des Nettoinventarwertes des Anteils berücksichtigt. Dies bedeutet, dass die Kapitalverwaltungsgesellschaft das Recht hat, den Ausgabepreis zu erhöhen bzw. den
Rücknahmepreis abzusenken, damit die bereits oder die weiterhin investierten Fondsanleger mit den Transaktionskosten nicht übermäßig belastet, sondern diese vielmehr verursachergerecht verteilt werden (sog. „modifizierter Nettoinventarwert“).

Bei der Berechnung des Rücknahme- oder des Ausgabepreises wird dann dieser modifizierte
Nettoinventarwert zu Grunde gelegt. Aus Anlegersicht wird er nachteilig von dem – nicht
modifizierten – Nettoinventarwert abweichen. Geben Anleger Anteile zurück, werden diese bei Berücksichtigung des Swing Pricing mithin zu einem geringeren Rücknahmepreis abgerechnet, und wenn Anleger Anteile erwerben wollen, wird der Ausgabepreis etwas höher liegen, als wenn ein Swing Pricing nicht berücksichtigt worden wäre. Ziel dieser Methode ist es, die übermäßig entstanden Transaktionskosten verursachergerecht zu verteilen und die weiterhin investierten Fondsanleger vor diesen übermäßig angefallenen Kosten zu schützen.

Dabei kann der Fonds ein vollständiges oder teilweises Swing Pricing vorsehen. Um ein
vollständiges Swing Pricing handelt es sich, wenn diese Methode bei der Rücknahme und
Ausgabe von Anteilen dauerhaft angewandt wird. Demgegenüber geschieht dies nur teilweise, wenn das Swing Pricing erst bei Überschreiten eines festgelegten Schwellenwerts berücksichtigt wird.

Anlagebedingungen können dabei auch Vorgaben enthalten, um wieviel Prozent maximal der
Nettoinventarwert erhöht oder abgesenkt werden kann, wenn ein Swing-Pricing zur
Anwendung kommt. Unter außergewöhnlichen Umständen können diese Sätze jedoch
überschritten werden.

d) Liquiditätsmanagementtools ausländischer Fonds

Auch ausländische Fonds können diese oder ähnliche Liquiditätsmanagementtools einsetzen, die Voraussetzungen und/oder Maßnahmen können im Einzelnen jedoch abweichen. Einzelheiten hierzu enthalten jeweils die Anlagebedingungen bzw. die Verkaufsprospekte der Fonds.