OZ verleiht Existenzgründerpreis zum 18. Mal:

Auszug aus dem Artikel von Katharina Ahlers (Ostsee-Zeitung)


Die große Preisverleihung musste in diesem Jahr pandemiebedingt ausfallen. Die OSTSEE-ZEITUNG und die Sponsoren haben Alternativen geschaffen, um mutige Gründer, innovative Ideen und erfolgreiche Unternehmen auch in diesem Jahr ehren zu können.

Rostock
Große Freude bei der Rostocker Firma Yourcar. Das Carsharing-Unternehmen ist Hauptpreisträger des 18. Existenzgründerpreises der OSTSEE-ZEITUNG. „Ich bin sehr glücklich“, sagt Jakob Richter, einer der beiden Gründer. „Wir haben in diesem Jahr einiges gemacht und ich bin froh, dass das auf diese Weise wertgeschätzt wird.“

Wenn man ein Ziel vor Augen hat, so Richter, dürfe man sich nicht davon abbringen lassen, müsse sich durchbeißen. „Man muss eine Vision haben.“

Dezentrale Verleihungen – online und offline
Die große Preisverleihung musste in diesem Jahr coronabedingt ausfallen. Doch das Engagement der Unternehmen sollte auch in dieser Zeit gewürdigt werden. Die OZ-Geschäftsführer Imke Mentzendorff und Rainer Strunk besuchten daher gemeinsam mit den Sponsoren die Gewinner in ihren Unternehmen. „Gründer, die jetzt einsteigen, haben vielleicht das Problem, dass sie ihre Idee nicht sofort eins zu eins challengen können“, betonte Mentzendorff. „Nichtsdestotrotz sind sie sehr relevant für die Zukunft.“

Die Verleihungen wurden daher kurzfristig den aktuellen Gegebenheiten angepasst. So fand die Ehrung der Landmolkerei Hagenow per Onlinestream statt.

Themenpreis Ernährungswirtschaft: Landmolkerei Hagenow
Die Molkerei konnte sich im Rennen um den Themenpreis Ernährungswirtschaft durchsetzen. Der Preis wurde vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt gestiftet. Das Unternehmen von Christian Karp, Hans-Peter Greve und Dirk Huhne verbinde eine faire Preispolitik für die Landwirte mit ökologischer Nachhaltigkeit und verspreche hochwertige Nahrungsmittel, so Landwirtschaftsminister Till Backhaus.

Die Preisträger bleiben bescheiden. „Wir können viele Ideen haben, aber umsetzen müssen es die Mitarbeiter. Das alles funktioniert nur mit einem starken Team“, so Karp. „Man muss Chancen, die sich ergeben, einfach mal nutzen.“ Sein Kollege nickt. „Einfach machen“, sagt Greve.

Komea hat die interessante Gründerstory
Das dachte sich auch Paul van Hemmen, einer der Gründer von Komea. Leidenschaft und Know-how – das sei wichtig, um erfolgreich zu sein. „Wir haben unsere Arbeit nie gemacht, um einen Preis zu gewinnen“, sagt er. Geklappt hat es dennoch: Das Rostocker Unternehmen wurde für seine interessante Gründerstory ausgezeichnet. „Diese Anerkennung zeigt uns, dass das, was wir machen, auch wahrgenommen wird“, sagt Geschäftsführerin Katja Fröhlich.

Das Team konzipiert und baut Onlineshops. Während der Corona-Krise ist es dem Unternehmen gelungen, binnen fünf Tagen einen Marktplatz für lokale Händler zu eröffnen. „Und das völlig unentgeltlich“, zeigt sich Sponsor Michael Köhler von der Rostocker Volks- und Raiffeisenbank eG beeindruckt. „Sie haben den Mut und Willen, etwas in unserem Land zu bewegen und voranzutreiben.“


(von links nach rechts: Katja Fröhlich, Paul van Hemmen – Komea - Digital Business Architects)

Mut in der Selbstständigkeit: Easy Jump Schwerin
Freudensprünge machen Enis und Ender Sungar – im wahrsten Sinne des Wortes. Die beiden Betreiber des Trampolinparks Easy Jump in Schwerin wurden für ihren Mut in der Selbstständigkeit ausgezeichnet. „Das ist eine Riesenehrung für uns“, freut sich Ender Sungar. Es sei wichtig, immer am Ball zu bleiben. „Wir versuchen, immer besser zu werden. Das ist unser Erfolgsrezept.“

Herzblut und Leidenschaft – das kam bei der Jury gut an. „Mich beeindruckt die Freude, die hier zu sehen und zu spüren ist“, sagt Sponsor Benedikt von der Decken von der Creditreform M-V von der Decken KG. „Solche mutigen Unternehmer brauchen wir.“

Nachfolgepreis geht zum Fahrzeugbau nach Parkentin
Eine nahtlose Firmennachfolge ist im Fahrzeug- und Karosseriebau Parkentin geglückt. Marko Schrödter führt den Betrieb seines Vaters Michael weiter. Die beiden werden mit dem Nachfolgepreis ausgezeichnet. „Michael Schrödter hat es nicht nur geschafft, ein Unternehmen aufzubauen – mit vielen Arbeitskräften und vielfältigen Leistungen im Fahrzeugbau. Er hat zudem auch die Möglichkeit geschaffen, seinen Sohn von Anfang an mit einzubinden und so einen schrittweisen Übergang zu ermöglichen“, betont IHK-Präsident Klaus-Jürgen Strupp.

„Wir freuen uns sehr über den Preis“, sagt Marko Schrödter. „Die Nachfolge lief nahtlos ineinander. Nun schauen wir weiter optimistisch in die Zukunft.“