Das PFZ-Leseprojekt

Bücher bieten uns die Gelegenheit, unser eigenes Leben zu reflektieren, andere Welten kennenzulernen – und mit anderen Menschen über unsere Leseerlebnisse ins Gespräch zu kommen. Das PFZ macht sich diese Vorzüge von Literatur mit einem neuen Projekt zunutze, in dem es um Bücher gehen soll, die Familienstrukturen und besondere Lebenssituationen im allgemeinen und auch Pflegeverhältnisse thematisieren. Dazu wurde die mobile PFZ-Bibliothek ins Leben gerufen, die momentan noch aus privaten Leihgaben der Mitarbeiter und PFZ-Beständen gefüllt wird (mehr zu diesem Projekt unten auf dieser Seite: https://www.muech.de/freizeitangebote-fuer-pflegekinder-zirkus-und-theaterarbeit-und-ein-ganz-besonderer-lesespass/).

„Wir sind sehr glücklich darüber, dass die Rostocker Volks- und Raiffeisenbank eG mit ihrer Unterstützung unser Herzensprojekt Bücher für Pflegekinder und auch eine Fortführung unseres Theaterprojekts im Jahr 2021 ermöglichen“, betont Grit Gaida, Leiterin des PZF. „Diese Bücher sind nicht nur ein Beitrag zur Leseförderung, sondern auch ein Gesprächsanlass, eine Auseinandersetzung mit einer literarischen Figur, die zum Nachdenken und Austausch über eigenes Erleben anregt. Und damit ein Beitrag zum ungeheuer wichtigen Austausch zwischen Pflegekindern und ihren verschiedenen Eltern leistet, ebenso wie zum Austausch zwischen den Kindern und uns. Mit dem Leseprojekt möchten wir einen Bestand an Kinder- und Familienliteratur für verschiedene Altersgruppen erwerben, der 2021 diese Bibliothek füllen soll. Damit könnten wir zukünftig noch „zielorientierter“ Bücher anbieten, die die Arbeit mit den Pflegefamilien direkt befruchten und den Austausch innerhalb der Pflegefamilien anregen. Angeschafft würde deshalb ein „Grundbestand“ aus 50 verschiedenen Büchern und Spielen für die mobile Bibliothek. Diese Aktion eröffnen würden wir gern Anfang 2021 mit einem „PFZ-Lesefest“, in dem wir mit den Kindern und Jugendlichen persönlich oder digital (je nach Situation) in Kontakt treten und ihnen je ein Buch schenken. Hierzu wurden bereits drei Bücher für verschiedene Altersklassen vorausgewählt (Irmela Wiemann: Herzwurzeln, Antje Damm: Frag mich, Ortrud Beckmann: Nele im Nebel), weitere werden aktuell recherchiert. Die Auswahl erfolgt in Kooperation mit einer lokalen Rostocker Buchhandlung, die auch hinsichtlich der Alterszuordnungen der Bücher berät und am Ende die Kollektion zusammenstellt.“

Pflege-Familien-Zentrum Rostock
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